Versicherer und Versicherungen

VdS 3145 neu erschienen: Was Versicherer bei PV-Anlagen jetzt besonders interessiert

Im Juni 2025 ist die überarbeitete VdS 3145 zu Photovoltaikanlagen erschienen. Für Versicherer ist der Leitfaden relevant, weil er Schadenverhütung, Planung, Errichtung und Betrieb aus der Erfahrung der Versicherungswirtschaft zusammenführt. Die technische Botschaft ist klar: PV-Risiken lassen sich nicht erst im Schadenfall

VdS 3145 neu erschienen: Was Versicherer bei PV-Anlagen jetzt besonders interessiert
Generierte technische Illustration ohne Personen.

Worum es fachlich geht

Die Einordnung muss vom konkreten Anlagenzustand ausgehen: Welche Betriebsmittel waren betroffen, welche Schutzmaßnahmen waren vorhanden, welche Änderungen gab es und welche technischen Unterlagen sind belastbar? Gerade in elektrischen Anlagen ist die Ursache selten durch ein einzelnes Foto bewiesen. Erst die Kombination aus Befund, Messung, Dokumentation und Plausibilitätsprüfung ergibt eine tragfähige Aussage.

Technische Kernfragen

  • Dach- und Brandschutzanforderungen frühzeitig berücksichtigen
  • DC-Leitungswege, Steckverbinder und Schutzmaßnahmen dokumentieren
  • Wartung, Inspektion und Instandhaltung als Teil des Risikomanagements sehen
  • Thermische und elektrische Fehlerquellen getrennt bewerten
  • Schadenverhütung in Planung und Wiederherstellung einbeziehen

Warum die nachvollziehbare Dokumentation zählt

Für Versicherer, Betreiber, Hausverwaltungen und Gerichte ist nicht nur das Ergebnis wichtig, sondern der Weg dorthin. Ein Gutachten muss Befundtatsachen und Bewertung trennen, verwendete Unterlagen benennen und Unsicherheiten offenlegen. Dadurch wird erkennbar, welche Aussagen sicher belegt sind und wo nur eine wahrscheinliche technische Ursache formuliert werden kann. Genau diese Transparenz schützt vor Pauschalurteilen und erleichtert die spätere Regulierung, Sanierung oder gerichtliche Bewertung.

Praxishinweise

  • Versicherer können die Unterlagenanforderungen an PV-Anlagen konkretisieren
  • Betreiber sollten Anlagendokumentation und Wartungsnachweise vollständig halten
  • Sachverständige sollten Schadenursache und Präventionspotenzial getrennt darstellen
  • Bei Wiederaufbau nach Schaden kann ein aktualisiertes Schutzkonzept sinnvoll sein

Fazit

Wer bei elektrischen Anlagen, Photovoltaik, Ladeinfrastruktur oder Stromerzeugern technische Klarheit benötigt, sollte Ursache, Schadenumfang und Wiederherstellung getrennt betrachten lassen. Eine sachverständige Begutachtung durch SV Wilmes kann dabei helfen, technische Befunde belastbar zu dokumentieren und die nächsten Schritte fachlich plausibel vorzubereiten – sachlich, unabhängig und auf nachvollziehbare Ergebnisse ausgerichtet.